Pflegeversicherung Österreich

 

Die Pflegeversicherung ist eine private Versicherung zur Vorsorge und keine Polizze, die pflichtmäßig abgeschlossen werden muss. Sie ist lediglich ein Zusatz zum regulären staatlichen Pflegegeld. Die Pflegeversicherung gewährleistet, dass der Versicherte oder auch seine Angehörigen zusätzliche finanzielle Mittel erhalten, falls eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Die Gründe dafür können ganz vielfältig sein und reichen von einer Erkrankung bis hin zu den Folgeschäden eines Unfalls. Das Geld kann für rollstuhlgerechte Umbauten im Haus, für den Einsatz von Pflegekräften oder auch für die Finanzierung einer Unterbringung im Seniorenheim eingesetzt werden. Dabei sind die Leistungen der jeweiligen Versicherung zu beachten.

Wann werden die Leistungen ausbezahlt?

Wann genau die Leistungen greifen, sobald es zu einer Pflegebedürftigkeit kommt, ist bei privaten Pflegeversicherungen abhängig vom jeweiligen Versicherer definiert. Meist orientieren sich deren Richtlinien dennoch an jenen der gesetzlichen Versicherung. Wenn beispielsweise die Pflegestufe 3 anerkannt ist, hat man schon die Möglichkeit, Leistungen aus der abgeschlossenen Pflegeversicherung zu erhalten. Selbstverständlich gilt auch hier die Voraussetzung, dass die Auszahlung ab dieser Pflegestufe beim Vertragsabschluss vereinbart wurde. Ebenso hat man folglich die Möglichkeit, eine andere Versicherungsform zu wählen, bei der eine Auszahlung bereits ab der Pflegestufe 1 erfolgt. Es versteht sich von selbst, dass die dafür zu entrichtenden Beiträge hier natürlich höher sind als beim anderen Modell.
 
Wie lange die Leistung der Pflegeversicherung ausbezahlt wird, hängt vom persönlichen Fall ab. Wer nur vorübergehend pflegebedürftig ist und Aussicht auf Genesung hat, erhält nur für die vereinbarte Zeit seine finanziellen Leistungen. 

Wann macht ein Abschluss einer Pflegeversicherung in Österreich am meisten Sinn?

In Österreich wird rund ein Drittel der Einwohner im Alter zum Pflegefall. Derzeit erhalten rund 500.000 Menschen das staatliche Pflegegeld. Aufgrund der immer weiter steigenden Lebenserwartung steigt parallel dazu auch die Tendenz des Pflegegeldbezugs weiter an. Das Pflegegeld selbst wird in sieben Stufen, die sich je nach dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit richten, unterteilt. Je höher diese ist, desto mehr Geld wird ausbezahlt.
Fraglich ist jedoch, ob dieses Niveau auch weiterhin, in Zeiten des starken Bevölkerungszuwachses durch eine hohe Geburtentage, gehalten werden kann - denn bereits jetzt hat der Bund erste Schwierigkeiten mit der weiteren Finanzierung. Es wäre also alles andere überraschend, wenn der Staat in den nächsten Jahren Reformen durchführen würde. Nicht vergessen werden sollte trotz allem, dass eine gute Pflege teuer ist und mit den rein staatlichen Ansprüchen nicht wirklich finanzierbar ist. Angesichts all dieser Faktoren macht es Sinn, sich bereits in jungen Jahren um eine gute private Pflegeversicherung zu kümmern, mit der man für das Alter abgesichert ist.

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